Der Irrtum - eine Definition

"Irrtum; jedes falsche Urteil, insofern es durch den Schein (species veri) für wahr gehalten wird. Der I. ist entweder ein formaler, insofern das Urteil den Gesetzen des Denkens, oder ein realer, materieller, insofern dasselbe der Natur des Gegenstandes widerspricht. Jener wird durch genaue Kenntnis und Anwendung der Denkgesetze, dieser durch besonnene Prüfung und unparteiische Prüfung vermieden. In der Rechtswissenschaft versteht man unter I. (error) nicht nur das Falschwissen, sondern auch das Nichtwissen (ignorantia), indem es rechtlich von der derselben Wirkung ist, ob man von einer Thatsache gar keine oder eine falsche Vorstellung hat. Der I. findet aber im Rechtsleben nur dann Berücksichtigung, wenn er ein entschuldbarer  ist, und zwar gilt der faktische I., der I. über Thatsachen (error facti),  regelmäßig als entschuldbar, während der Rechtsirrtum (error juris) der Regel nach nicht entschuldigt wird, da jeder Bürger das Recht seines Staates kennen oder sich doch darüber vergewissern soll (ignorantia nocet). Nur ausnahmsweise wird im gemeinen Rechte der Rechtsirrtum Minderjährigen, Soldaten und in gewissen Fällen auch Frauen und gänzlich ungebildeten Personen verziehen..."

Quelle: Meyers Konversations-
Lexikon,  Vierte Auflage, Leipzig und Wien, 1890



In aktueller Fassung:
I. allgemein: die falsche Bewertung eines Sachverhaltes, das fälschliche Fürwahrhalten einer Aussage; gründet in der subjektiven Überzeugung der Wahrheit von objektiv Falschem. Der Irrtum bildet eine Grunderfahrung menschlicher Existenz; er wird immer erst nachträglich erkannt

Quelle: www.lexikon.meyers.de

 

Dieser Link ist leider nicht mehr aktuell, da der Meyers Verlag seine Website geändert hat. Der Onlinedienst steht nicht mehr zur Verfügung.

 Ersatzweise eine weitere Definition aus dem Rechtswörterbuch:

"Irrtum bedeutet Nichtübereinstimmung von Vorstellung und Wirklichkeit."


Quelle: http://www.rechtswoerterbuch.de/recht/i/irrtum/

Es ist fast unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemanden den Bart zu sengen.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799),  dt. Aphoristiker und Physiker

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 Über den Flughafen Berlin-Tempelhof ist bereits alles gesagt und geschrieben worden.

Auf dieser Seite soll aufgezeigt werden, wie die Berliner Bevölkerung durch

  • Verschweigen von Fakten,
  • Verdrehung von Tatsachen,
  • Beschimpfung Andersdenkender u.ä.

bis zum Termin des Volksentscheids über die Schließung bzw. Offenhaltung des Flughafens Tempelhof

                                  am 27. April 2008

 von Politikern und privaten Interessenverbänden beeinflusst worden ist.

 Die Vorgänge sind nach folgenden Sachkomplexen geordnet:

 

Schließung Tempelhof
Anmerkungen zum Volksbegehren
Konsensbeschluss
Schließungsprozess
Millionengrab
Eigentumsfrage
Stellungnahmen
Nachnutzung

THI Aktuell
Ausbau Tegel
Ausbau Schönefeld

Ein Nachwort das ein Vorwort ist

Diese Website wurde im Oktober 2008 erstellt, um den Prozess der Schließung des Flughafens Berlin-Tempelhof darzustellen. Die Intentionen sind oben beschrieben.

Heute, im Februar 2011, nennt man den einstigen Flughafen "Tempelhofer Feld" oder auch "Tempelhofer Freiheit" - je nach Sichtweise des einzelnen.

Es ist eine umzäunte Brache, die ständig bewacht werden muss und dadurch dem Steuerzahler  täglich mehrere  Tausend Euro kostet.

Das Erstaunliche daran ist,  "der Steuerzahler" (oder auch "der Bürger") hat die fragwürdigen Manipulationen von Sachverhalten in Sachen Flughafen Tempelhof  während des Schließungsprozesses hingenommen und nimmt auch den weiteren Verfall des Geländes sowie die nicht mehr nachvollziehbaren Planungsaktivitäten des Senats für eine Nachnutzung des gesamten Areals einschl. des Gebäudes widerspruchslos hin.

Nach gut zwei Jahren ist aus dieser Website  eine Dokumentation der Manipulation eines Gemeinwesens - hier die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland - durch Politik und Interessenverbände geworden. Es ist ein Beispiel für die wirkungsvolle Nutzung von Medien aller Art, besonders die geschickte Nutzung des Internets. Es waren noch nicht einmal die heute so bedeutsamen Plattformen wie  Facebook und Twitter beteiligt, es reichten die diversen Blogs und Diskussionsforen im Internet. Man setzte Blogger oder Poster ein, die blitzschnell auf unliebsame Beiträge reagierten. Sogar Wikipedia war (und ist?) kontrolliert. Der Versuch, einen Sachbeitrag zur Schließung des Flughafen Tempelhofs bei Wikipedia einzutragen, scheiterte. Der Beitrag wurde umgehend gelöscht.

Und das  Phänomen der geschickten Massenbeeinflussung setzt sich derzeit fort in der "Diskussion" um die Flugrouten für den neuen Großflughafen BBI.

Selbstverständlich gibt es viele, viele Berliner und Berlinerinnen, die den Prozess aufmerksam und kritisch verfolgt haben und weiter verfolgen. Doch ihr Protest bleibt folgenlos für die derzeitige politische Führung in Berlin.

 

 

 

Am Vorfeld

aufgenommem: 27.04.2009

F.G.Ludwig

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